In vielen Jahren der Peoplefotografie lernt man als Fotograf immer wieder was dazu. Besonders im Umgang mit Menschen, über die Problemzonen, Aufregung oder Nervosität. Die Nervosität ist hier vermutlich der größte Punkt, da man ja nicht regelmäßig vor einer Kamera steht.

Ich hab mal versucht, die wichtigsten und vielleicht informativsten Tipps hier zusammen zu schreiben.

Ich rede übrigens immer von einem Model. Egal ob Profi, Hobbymodel oder eine Person, welche das erste mal vor einer Kamera steht.

Das wichtigste aber zu aller erst…

Es gibt keine unfotogene Menschen. Von jeder Person können tolle Bilder entstehen, wenn man sich wohl fühlt.

Tipps für ein Fptpshooting


Nun beginnen wir aber mit den Tipps.


Die Zeit

Plane dein Fotoshooting rechtzeitig im Voraus. Kurzfristige Shootings bedeuten meist Stress. Und das möchte man eigentlich vermeiden.

Plane zudem genügend Zeit für das eigentliche Shooting ein. In aller Regel (zumindest ist es bei mir der Fall) fängt man nicht direkt mit dem Fotografieren an. Ich unterhalte mich meistens mindestens 30 Minuten mit meinem Gegenüber. Ein gewisses Vertrauen und eine „Verbindung“ zwischen Fotografen und Model ist elementar wichtig.

Nach dem Shooting darf sich das Model noch in aller Ruhe die entstandenen Bilder auf dem Monitor im Studio anschauen.

Somit dauert ein Fotoshooting bei mir meist ca. 2 Stunden.


Das Outfit

Die beste Kleidung, in der Frau zu einem Fotoshooting kommt, ist lockere Sportbekleidung. So bilden sich auf der Haut keine unschönen Abdrücke durch Gummibänder, Bündchen und andere enge Sachen.

Dein Outfit sollte nicht zu knallige Farben oder Muster beinhalten. Das besondere an meinen Fotos ist die „Natürlichkeit“ und „Authenzität“. Dein Gesicht sollte im Mittelpunkt stehen und nicht durch deine Kleidung abgelenkt werden.

Am besten packst du am Abend vor dem Shooting bereits deine Kleidungsauswahl zusammen. Nimm ruhig eine größere Auswahl an Klamotten mit. Ich habe in meinem Studio auch einen separaten Raum, in dem du dich völlig ungestört umziehen kannst.

Bei Akt, Teilakt oder Dessousshootings ist auch ein Bademantel oder Morgenmantel zu empfehlen, welchen du dir bei kurzen Wartezeiten überziehen kannst.


Dein Make-up

Dein Make-up sollte auch nicht so farbig sein. Auch hier gilt, wie beim Outfit, dass zu knallige Farben zu sehr ablenken.

Im Idealfall ist dein Make-up so gut, dass man garnicht sieht, dass du geschminkt bist.


Begleitpersonen

Nicht selten kommt es vor, dass man sich bei einem neuen Fotografen, mit dem man noch nie zusammengearbeitet hat, etwas unsicher fühlt. Daher sollte jeder Fotograf dafür Verständnis haben, wenn das Model eine Begleitung mitbringt. Dies kann der Partner, eine Freundin oder auch ein Elternteil sein.

Bei Aufnahmen im Aktbereich ist der Partner nicht die optimale Wahl. Hier nimmt man am besten eine Freundin mit.


Deine Haut

Wenn Du auf die Sonnebank gehst, denke daran ein paar Tage vor deinem Fotoshooting auf die Sonnenbank zu gehen, um gereizte und gerötete Haut zu vermeiden . 

Das selbe gilt beim Waking. Gib deiner Haut bei Waxing ein paar Tage vor deinem Fotoshooting die Möglichkeit sich zu erholen, um Rötungen zu vermeiden.

Sollte sich plötzlich ein Pickel gebildet haben, quetsche diesen bitte nicht aus. Ein Pickel ist sehr einfach mit Make-up zu bedecken. Hautkrusten oder Narben hingegen sind eher schwer abzudecken.

Wenn du lange Haare hast und diese oft mit einem Haargummi zusammen machst, trag bitte den Haargummi am Shootingtag nicht um dein Handgelenk. Hier entstehen oft unschöne Druckstellen.




Ich hoffe, dass ich dir mit diesen paar Tipps deine Nervosität ein bißchen nehmen und dich gut auf dein nächstes Fotoshooting vorbereiten konnte.